Aktionsplan der Bayerischen Staatsregierung

Langfristiges Ziel in Bayern und Deutschland ist es, dass sich die Geburtenrate wieder erhöht. Dafür steht eine kinder- und familien­freundliche Politik auf Landes- und Bundesebene. Allerdings lässt sich der demografische Wandel auf absehbare Zeit nicht umkehren. Kinder die heute nicht geboren werden, fehlen in den kommenden Jahrzehnten als Eltern.

Die Bayerische Staatsregierung hat deshalb im November 2011 den „Aktionsplan demografischer Wandel PDF (1.2 MB)“ verabschiedet. Insgesamt 1,3 Milliarden Euro stehen dafür bis 2016 zusätzlich zur Verfügung. Flankenschutz erhalten dabei vor allem die Regionen, die besonders vom demografischen Wandel betroffen sind:

Unter dem Leitsatz „agieren statt reagieren“ wird dem demografischen Wandel mit hohen Investitionen entgegengewirkt. Dadurch kann z. B. die Infrastruktur im ländlichen Raum gestärkt werden und die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden und damit die Voraussetzungen für familienfreundliche Lebens- und Arbeitsbedingungen aller Generationen in den Kommunen erhalten werden.

Diesem Ziel dienen etwa zusätzliche Mittel für die regionale Wirtschaftsförderung, der Ausbau von Forschungseinrichtungen im ländlichen Raum und ein Förderprogramm für schnelles Internet.

Landesweit soll außerdem ein ausreichendes Angebot bei der Daseinsvorsorge sichergestellt werden. Dies gilt auch für Regionen mit schrumpfender Bevölkerung. Maßnahmen sind zum Beispiel die Sonderförderung zum Erhalt von Kindergärten (bis sieben Kinder), der Erhalt von kleinen Grundschulen (bis 26 Schüler), Investitionen durch Dorferneuerung und Städtebauförderung, die Förderung von Rufbussen und Anrufsammeltaxis sowie ein Förderprogramm für die Niederlassung von Hausärzten im ländlichen Raum.

Den Umsetzungsfortschritt des Aktionsplans dokumentiert die Zwischenbilanz zum Aktionsplan demografischer Wandel vom Januar 2013 (PDF auf externem Server).