Daten und Fakten

Bayerns Bevölkerung wächst seit Jahren. 2015 fiel der Bevölkerungszuwachs mit rund 1,2 % besonders deutlich aus. Während die natürliche Bevölkerungsbewegung (Geburten und Sterbefälle) sich negativ entwickelte, stieg der Zuwanderungssaldo. Im Rahmen der Flüchtlingskrise hat sich der Wanderungssaldo mit dem Ausland 2015 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

Um die Bevölkerungsgröße ohne Zuwanderung stabil halten zu können, sind statistisch gesehen 2,1 Kinder je Frau notwendig, davon sind wir in Deutschland weit entfernt. In den letzten Jahren zeigte sich jedoch ein positiver Trend bei der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau: 2015 stieg die Kinderzahl auf 1,48 Kinder je Frau in Bayern (bzw. auf 1,50 Kinder je Frau in Deutschland). 1965 betrug der Wert in Bayern noch rund 2,6 Kinder je Frau.

Grafik: Kinderzahl je Frau 2015 im Vergleich

Die niedrige Geburtenzahl hat einen doppelten Effekt. Sie führt zusammen mit der zunehmenden Lebenserwartung zu einer Alterung der Bevölkerung. Zudem gewinnt die Zuwanderung zunehmend Einfluss auf die Entwicklung der Einwohnerzahlen. Eine wachsende ethnische und kulturelle Vielfalt der Bevölkerung und sich ändernde Familienstrukturen sind Merkmale des demografischen Wandels.