Mehr Geburten im ländlichen Raum

Auch 2015 war mehr als jedes zweite Neugeborene in Bayern ein „Kind des ländlichen Raums“, insgesamt kamen 61.572 Kinder zur Welt (2014: 58.909). Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Anstieg um 4,5 %. Gegenüber 2011 wurden 13,2 % mehr Kinder geboren. Der demografische Wandel führt gleichzeitig zu einer steigenden Zahl älterer Menschen. So hat sich die Zahl der 75-Jährigen und Älteren im ländlichen Raum zwischen 2011 und 2015 um rund 108.000 Personen erhöht. Der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung des ländlichen Raums stieg von 9,3 % auf 10,6 %. Als Konsequenz nehmen auch die Sterbefälle zu. Im Jahr 2015 starben im ländlichen Raum 79.457 Personen, 5.765 mehr als im Jahr zuvor und 6.668 mehr als 2011. Das Geburtendefizit (Differenz von Geburten und Sterbefällen) hat sich 2015 im ländlichen Raum auf -17.885 Personen erhöht (2014: -14.783). Es lag jedoch niedriger als noch in den Jahren 2011 bis 2013.

Die Bevölkerungsentwicklung in einer Region wird neben der Wanderungsbilanz durch die sogenannte natürliche Bevölkerungsbewegung, also die Differenz von Lebendgeborenen und Gestorbenen, bestimmt. Dieser Wert ist in Deutschland und auch in Bayern seit Jahren negativ. Es kommen weniger Kinder zur Welt als Menschen sterben.

Grafik: Natürliche Bevölkerungsentwicklung im ländlichen Raum Bayernsjeweils zum 31.Dezember