Natürliche Bevölkerungs­entwicklung

Geburten- & Sterberate

Die Bevölkerungsentwicklung in einer Region wird neben der Wanderungsbilanz durch die sogenannte natürliche Bevölkerungsbewegung, also die Differenz von Lebendgeborenen und Gestorbenen, bestimmt.

Dieser Wert ist in Deutschland und auch in Bayern seit Jahren negativ - es kommen weniger Kinder zur Welt als Menschen sterben. In den letzten Jahren ist jedoch ein Anstieg der Geburtenzahlen zu beobachten, so dass das Geburtendefizit mittelfristig rückläufig ist.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung in Bayern insgesamt

Natürliche Bevölkerungsentwicklung im ländlichen Raum

Auch 2020 war mehr als jedes zweite Neugeborene in Bayern ein „Kind des ländlichen Raums“, insgesamt kamen 69.235 Kinder zur Welt (2019: 68.028). Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Anstieg um 1,8 %. Gegenüber 2015 wurden 12,4 % mehr Kinder geboren. Der demografische Wandel führt gleichzeitig zu einer steigenden Zahl älterer Menschen - als Konsequenz nehmen auch die Sterbefälle zu. Im Jahr 2020 führte zudem die Corona-Pandemie zu einem Anstieg der Sterbefälle: Im Jahresverlauf wird sichtbar, dass die Zahl der Verstorbenen parallel zum Infektionsgeschehen verlief. Das Geburtendefizit im ländlichen Raum war 2020 mit 15.558 Fällen höher als im Vorjahr, aber geringer als fünf Jahre zuvor. (Differenz aus Geburten und Sterbefällen 2019: - 11.288; 2015: - 17.885).

Natürliche Bevölkerungsentwicklung im Verdichtungsraum

Im Verdichtungsraum war die Geburtenzahl 2020 mit 59.529 um 670 bzw. 1,1 % niedriger als im Vorjahr. Da gleichzeitig die Sterbefälle um 6,5 % auf 58.574 stiegen, war der natürliche Saldo mit + 955 deutlich niedriger als im Vorjahr (+ 5.202), setzte aber dennoch die Folge positiver Salden zum sechsten Mal fort. Besonders hoch war der Geburtenüberschuss in den Städten München und Ingolstadt sowie den Landkreisen Freising und Eichstätt.