Zuzug Asylsuchender nach Bayern

Als Endpunkt der sogenannten „Balkanroute“ verzeichnete Bayern vor allem im Jahr 2015 bis Anfang 2016 einen deutlichen Anstieg der Zuwanderung Asylsuchender. Seitdem sind noch zahlreiche Asylsuchende nach Bayern gekommen, auch wenn die getroffenen Maßnahmen zur Begrenzung deutlich Wirkung zeigen.

Im Jahr 2018 wurden in Bayern 21.900 Asylerstanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt, wesentlich weniger als noch in den beiden Jahren zuvor (2016: 82.003, 2017: 24.243). Der größte Teil der Antragsteller kam 2018 aus Syrien (20 %), Nigeria (17 %) und dem Irak (10 %).

Asylantragsteller 2018 nach Herkunftsland

Der starke Zugang von Asylsuchenden betrifft zunächst besonders die Grenzregionen. In der weiteren Unterbringung sind alle Landesteile betroffen. Dabei verteilt sich die Unterbringung der Flüchtlinge zu 52 % auf den ländlichen Raum und zu 48 % auf den Verdichtungsraum (Stand: 31.12.2018).

Die Integration der dauerhaft Bleibeberechtigten stellt eine enorme Herausforderung für die staatlichen, kommunalen und gesellschaftlichen Akteure dar. Viele Asylsuchende werden voraussichtlich längere Zeit oder dauerhaft in Bayern bleiben. 2018 erhielten rund 28 % der Asylantragsteller ein Bleiberecht (2017: 28 %).

Der Freistaat erstattet den kreisfreien Städten und Landkreisen die notwendigen Kosten der nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erbrachten Leistungen für Unterbringung und Versorgung. Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen beschlossen. Hierzu zählen das mehrjährige Sonderprogramm „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ und das Bayerische Integrationsgesetz.