Sterbebegleitung

Sterbebegleitung

Sterben und Tod sind elementare Bestandteile des Lebens. Menschen und ihren Angehörigen in dieser letzten oftmals schwierigen Lebensphase beizustehen, sie zu begleiten und ihnen ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen, ist ein zentrales Anliegen der Bayerischen Staatsregierung. Die Palliativ- und Hospizversorgung bildet hierbei einen wichtigen Bestandteil der bayerischen Gesundheitspolitik. Aus diesem Grund ist Bayern als erstes Bundesland 2012 der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ beigetreten. Ziel der Charta ist ein verbessertes Betreuungsangebot. Dazu hat Bayern bereits 1999 ein eigenes Rahmenkonzept zur Hospiz- und Palliativversorgung verabschiedet, das mit der Charta wichtige Grundlagen für den Aus- und Aufbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland darstellt.

Die Palliativ- und Hospizversorgung richtet sich an Menschen mit einer unheilbaren, fortschreitenden oder weit fortgeschrittenen lebensbegrenzenden Erkrankung. Sie zielt darauf ab, Menschen und ihre Angehörigen bestmöglich zu versorgen, zu betreuen und zu unterstützen, dass sie bei größtmöglicher Lebensqualität in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und sterben können. Bedeutsam ist hierfür ein umfänglicher, interdisziplinärer und sektorenübergreifender Behandlungsansatz, der die medizinische, psychosoziale, pflegerische und spirituelle Versorgung sowie ehrenamtliche Begleitung umfasst und Angehörige in ihrer Trauer auch nach dem Tod der Betroffenen unterstützt.