Entwicklung der Schülerzahlen

Seit dem Schuljahr 2004/2005 (mit rund 1,88 Millionen Schülerinnen und Schülern an allgemein bildenden und beruflichen Schulen) ist die Schülerzahl in Bayern rückläufig. Im Schuljahr 2020/2021 lag sie bei 1,64 Millionen. Nach den Ergebnissen der Modellrechnung wird sie im Schuljahr 2021/2022 nochmals etwas niedriger ausfallen und einen Tiefpunkt erreichen (knapp 1,64 Mio.). Infolge der zuletzt stark angestiegenen Geburtenzahlen wird die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler anschließend wieder deutlich zunehmen und am Prognosehorizont, dem Schuljahr 2035/2036, bei rund 1,87 Millionen liegen. 

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass sich die demografischen Entwicklungen in den verschiedenen Schularten unterschiedlich auswirken. Die mit dem demografischen Wandel verbundenen Rückgänge der Schülerzahlen haben sich bereits in den Jahren nach der Jahrtausendwende insbesondere an den Grundschulen bemerkbar gemacht. Seit dem Schuljahr 2013/2014 steigt die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler in der Grundschule jedoch wieder und wird der aktuellen Schülerprognose zufolge in den kommenden Jahren weiter stetig anwachsen. Zeitlich versetzt wurde an den weiterführenden Schulen der jeweilige Tiefststand der Schülerzahlen erst vor kurzem erreicht oder wird in naher Zukunft erreicht werden. In den Folgejahren werden dann auch dort die Schülerzahlen wieder ansteigen. Demografische Trends (einerseits stark angestiegene Geburtenzahlen, andererseits weiter zurückgehende Flüchtlingszahlen), aber auch Veränderungen im Bildungsverhalten (z. B. Inanspruchnahme der Regelung zum Einschulungskorridor) machen es erforderlich, die jüngsten Entwicklungen in der Prognose zu berücksichtigen und die Vorausberechnung alljährlich zu aktualisieren.