Strukturentwicklung für Ganz Bayern

Um gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in Bayern zu schaffen und zu sichern, greifen z. B. folgende Maßnahmen zur Strukturentwicklung:

  • Die Bayerische Staatsregierung hat im Jahre 2018 eine LEP-Teilfortschreibung abgeschlossen, die unter anderem eine Überarbeitung des Zentrale-Orte-Systems und eine Erweiterung des Raumes mit besonderem Handlungsbedarf (RmbH) beinhaltete. Hierdurch wurden vor allem die Mittel- und Oberzentren im ländlichen Raum gestärkt. Außerdem profitieren nun noch mehr Kommunen von den besonders günstigen Förderkonditionen im RmbH, z. B. bei Breitbandausbau, Regionalmanagement oder Regionaler Wirtschaftsförderung. Zur Zeit läuft eine weitere LEP-Teilfort­schreibung zu den drei Themenkomplexen Gleichwertigkeit, Klimawandel und Mobilität. Diese Fortschreibung zielt unter anderem darauf ab, auf Grundlage der spezifischen Herausforderungen für ländliche Räume wie auch für Verdichtungsräume eine nachhaltige und attraktive Daseinsvorsorge flächen­deckend in ganz Bayern vorzuhalten. Dabei sollen z. B. verstärkt auch die Potentiale der Digitalisierung einbezogen und die digitale Infrastruktur weiter ausgebaut werden. 

  • Mit einem zielgerichteten Förderprogramm unterstützt der Freistaat Bayern Regionale Initiativen bei der Umsetzung von Projekten in Zukunftsthemen der Landesentwicklung (Demografischer Wandel, Wettbewerbsfähigkeit, Siedlungsentwicklung, Regionale Identität, Klimawandel). Ziel ist es, gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern zu fördern und sichern.

    Bayernweit werden derzeit rund 65 Regionale Initiativen (Regionalmanagements, Regionalmarketings sowie Konversionsmanagements) unterstützt, die durch innovative Projekt- und Netzwerkarbeit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Regionalentwicklung leisten; Stärken einer Region werden in Wert gesetzt, Schwächen möglichst kompensiert. Wichtige Maßnahmen sind dabei etwa konkrete Projekte zur Bewältigung von Transformationsprozessen, zur Fachkräftesicherung oder zum Flächensparen.

    Die regionale Entwicklung in Bayern rückt nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und deren Folgewirkungen verstärkt in den Vordergrund. Die neue Förderrichtlinie Landesentwicklung - FöRLa unterstützt Regionale Initiativen im Freistaat Bayern, diesen neuen Herausforderungen zielgerichtet zu begegnen und gleichzeitig anhaltende Trends, wie den demografischen Wandel, zu begleiten.

  • Umsetzung grenzüberschreitender Leuchtturmprojekte durch regionale Akteure im Nachgang zum Entwicklungsgutachten Bayern-Tschechien. Dadurch soll die weitgehend ländlich geprägte Grenzregion zu einem dynamischen Zukunftsraum weiterentwickelt werden und die Attraktivität als Wohn- und Lebensraum für alle Generationen erhalten bzw. gestärkt werden.