Demografie-Management im Betrieb

Unternehmen müssen sich in Ihrer Personalarbeit darauf einstellen, dass die Fachkräfte knapper werden und die Belegschaften altern. Um die Fachkräfte-Situation analysieren zu können, stellen die bayerischen Industrie- und Handelskammern kostenlos Prognose-Instrumente zur Verfügung.

Für das Demografie-Management im Betrieb sind unter anderem folgende Handlungsfelder relevant:

Erfahrungen Älterer nutzen

Künftig wird es verstärkt darauf ankommen, die Erfahrungen älterer Mitarbeiter länger zu nutzen beziehungsweise älteren Bewerbern bei der Einstellung eine Chance zu geben. Ebenso gilt es Gesundheit, Kompetenz und Motivation bei den Arbeitskräften mittleren Alters zu erhalten. Altersgerechte Arbeitsbedingungen, Gesundheitsförderung, Wissenstransfer zwischen Alt und Jung sowie berufliche Weiter­bildungs­angebote für Ältere sind wichtige Ansatzpunkte. Tipps gibt z. B. die Informationsplattform „Das Demographie-Netzwerk”.

Frauen stärker beteiligen

Für den wirtschaftlichen Erfolg ist es ebenso wichtig, Frauen stärker am Erwerbsleben zu beteiligen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist dabei eine Schlüsselgröße. Flexible Arbeitszeiten, gute Bedingungen für den Wiedereinstieg in den Beruf sowie Kinderbetreuungsangebote gewinnen damit an Bedeutung. Solche Rahmenbedingungen werden von Müttern und Vätern wertgeschätzt. Weiterführende Informationen bietet unter anderem das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.

Weiterbildung aktiv betreiben

Bei älter werdenden Belegschaften ist lebenslanges Lernen ein zentrales Element vorausschauender Personalentwicklung. Regelmäßige Weiter­bildung wird damit immer wichtiger. Sowohl die Handwerkskammern als auch die Industrie- und Handelskammern unterstützen Unternehmen und Beschäftigte mit einem großen Weiterbildungsangebot.

Nachfolge rechtzeitig regeln

Nicht nur die Belegschaften werden älter, sondern auch die Unternehmer selbst "altern". Umso wichtiger ist es, rechtzeitig nach einem Nachfolger Ausschau zu halten und die Übernahme gründlich zu planen. Das Portal „Unternehmensnachfolge in Bayern” des Bayerischen Wirtschafts­ministeriums gibt dazu viele nützliche Informationen und Tipps.